Neuer Koordinator gegen Extremismus: Johannes Enke

Weiterhin gute Zusammenarbeit zwischen Zivilgesellschaft und Behörden

Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke zog am heutigen Mittwoch, 5. Januar 2011, Bilanz über die geleistete Arbeit für Demokratie und Weltoffenheit sowie gegen Extremismus in Pirna. Allen Beteiligten dankte er für ein engagiertes Jahr 2010, welches durch zahlreiche Ausstellungen, Veranstaltungen, Zeitzeugengespräche und andere Projekte geprägt war. Daran konnten auch die Ereignisse um den 13. Februar 2010 nichts ändern. Neben dem 8. „Markt der Kulturen“ mit mehreren tausend Besuchern konnte das mobile „DENKMAL DER GRAUEN BUSSE“ nach Pirna geholt werden. Viele Veranstaltungen und Ausstellungen wurden mit der Unterstützung zahlreicher Partner rund um das Denkmal organisiert. Am Standort auf der Grohmannstraße informieren sich seit Juni 2010 täglich zahlreiche neugierige Besucher. Das Denkmal soll noch bis August 2011 in Pirna verbleiben. Anschließend tritt es dann seine Reise zum nächsten Aufstellungsort in Köln an. Für den Tag der Verabschiedung ist eine interessante Veranstaltung geplant. Eine Neuauflage des Erfolgsprojektes „Markt der Kulturen“ wird am 28. Mai 2011 ebenfalls das Pirnaer Veranstaltungsleben bereichern.

In den regelmäßigen Sitzungen der Steuerungsgruppe sowie Arbeitsgruppe Extremismus wurden verschiedene Schwerpunkte im Landkreis kontinuierlich bewertet und bearbeitet. Der stetige Rückgang der Tatbestände politisch motivierter Kriminalität im Bereich Rechtsextremismus ist vor allem auf die gute Präventionsarbeit der vielen Initiativen und Vereine sowie auf die hervorragende Zusammenarbeit zwischen der Zivilgesellschaft und den Behörden zurückzuführen.

Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke: „Mein Dank gilt den zahlreichen engagierten Bürgern sowie den Behörden für ihr Handeln bei der täglichen Arbeit für Demokratie und gegen Extremismus. Ihnen allen ist es zu verdanken, dass unsere Region zahlreiche kreative Projekte und Veranstaltungen den ewiggestrigen Parolen entgegensetzt. Es ist vorbildhaft, wie deutlich und fraktionsübergreifend unsere Stadträte Stellung gegen Extremismus beziehen. Mit solchen deutlichen Beispielen können wir noch mehr Bürger ermuntern, sich in ihrem Umfeld für Demokratie und Weltoffenheit einzusetzen.“

Neuer Ansprechpartner
Neuer Koordinator gegen Extremismus ist seit dem 1. Januar 2011 Johannes Enke. Der 31jährige Pirnaer war bisher bei der Aktion Zivilcourage als Projektkoordinator tätig und maßgeblich an der Organisation der Aufstellung des„DENKMALS DER GRAUEN BUSSE“ sowie bei der Vorbereitung und Durchführung des „Marktes der Kulturen“ beteiligt.

Zu erreichen ist er im Pirnaer Rathaus:
Stadtverwaltung Pirna
Fachdienst Demokratie und Prävention
Am Markt 1/2, 01796 Pirna
Tel: (03501) 556-213
Fax: (03501) 556-288
E-Mail: johannes.enke@pirna.de

Seit 2005 existiert diese Koordinierungsstelle in der Stadtverwaltung Pirna und vernetzt die verschiedenen Behörden und Initiativen im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge miteinander, stimmt das Vorgehen bei der Arbeit gegen extremistische Brennpunkte ab und initiiert und leitet Arbeitsgruppen für einzelne Schwerpunkte. Als Bindeglied ist sie unterstützend in der Steuerungsgruppe gegen Extremismus unter Leitung des 1. Beigeordneten des Landrates, Peter Darmstadt tätig, in der neben den Oberbürgermeistern Klaus-Peter Hanke (Pirna) und Klaus Mättig (Freital) auch der sächsische Verfassungsschutz, die Polizei, die sächsische Bildungsagentur sowie die Staatsanwaltschaft mitarbeiten.
Darüber hinaus ist der Fachdienst Demokratie und Prävention Anlaufstelle für Initiativen und Vereine des Landkreises. Zu seinen Aufgaben gehört auch die Beratung von Bürgermeistern der verschiedenen Kommunen in der Zurückdrängung von extremistischen Entwicklungen, die Vermittlung von Ansprechpartnern, die fachliche Unterstützung von zahlreichen Präventionsprojekten und die inhaltliche Begleitung des Lokalen Aktionsplans Sächsische Schweiz im Rahmen des Bundesprogramms „Vielfalt tut gut.“

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